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AktuellesRückbildungsgymnastik -Terminausfall
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| Kursleitung: | Dr. A. Gentner, Kinderarzt / klassische Homöopathie |
| Dauer: | 1 Abend |
| Termine: | Montags 20.00 Uhr 27.2.12 |
| Kosten: | 8 € pro Person |
| Ort: | Geburtshaus Aachen "Gut Lehmkülchen" |
Um telefonische Anmeldung wird gebeten. Tel.: 0241 / 60 72 80
Am Dienstag, dem 25. Oktober und am Mittwoch, dem 26. Oktober entfällt die Rückbildungsgymnastik.
Seit Monaten weist der Hebammenverband Krankenkassen und
Politik darauf hin, dass durch die steigenden Haftpflichtprämien - bei
stagnierenden Einnahmen - verstärkt freiberuflich tätige Hebammen aus
der Geburtshilfe gedrängt werden.
War es früher selbstverständlich, dass eine Hebamme neben Vorsorge und
Wochenbettbetreuung auch Geburten begleitet hat, so ist deren Anteil
parallel zum Anstieg der Haftpflichtprämien drastisch gesunken. Von den
freiberuflichen Hebammen sind gerade noch 23% mit Geburten als
Beleghebamme im Geburtshaus oder zu Hause tätig, obwohl es einen
anhaltenden Trend gibt, Stellen für angestellte Hebammen in Kliniken
abzubauen und stattdessen ins Belegsystem umzuwandeln. Ab dem 1.7.2010
erreichen die Haftpflichtprämien der Hebammen eine Höhe, die befürchten
lässt, dass die Versorgung der Frauen nicht mehr flächendeckend
sichergestellt werden kann. Den massiven Prämiensteigerungen stehen
Gebühren gegenüber, die ohnehin inakzeptabel niedrig sind. Für die
Betreuung einer Geburt, inklusive acht Stunden vor der Geburt und drei
Stunden danach, bekommt die Hebamme 237 Euro für eine Geburt im
Krankenhaus, 445 Euro für eine Geburt im Geburtshaus und 537 Euro für
eine Hausgeburt.
Bei einer Rundumbetreuung, mit Vorsorge, Kursen, Geburt, Wochenbett und
Stillzeit betreut eine klinisch tätige Hebamme ca. 30 Frauen im Jahr,
außerklinisch etwa 10 Frauen. Bei allen reichen nun die Einnahmen aus
der Geburtshilfe gerade mal zur Deckung des neuen
Versicherungsbeitrages von 3689 Euro. Auch ohne Geburtshilfe ist es um
die Einkommen der freiberuflichen Hebammen nicht rosig bestellt. Für
einen Hausbesuch im Wochenbett erhält die Hebamme 26,52 Euro. Nach
Abzug aller Kosten bleiben davon durchschnittlich 7.50 Euro.
Durch diese Schieflage zwischen Einkommen und Ausgaben ist die Existenz
vieler Hebammen akut gefährdet! Deshalb hatte der Deutsche
Hebammenverband große Hoffnungen in die Verhandlungen mit den
Krankenkassen über den "Ausgleich der Haftpflichtprämienerhöhung"
gesetzt. Leider wurden diese Verhandlungen am 29. März 2010 für
gescheitert erklärt. "Der Grund für das Scheitern", so Martina Klenk,
die Präsidentin des Hebammenverbandes, "sind die Spitzenverbände der
Krankenkassen, die nicht bereit sind, die Vergütung für
Hebammenleistungen auf ein Niveau anzuheben, das der hohen
Verantwortung des Hebammenberufes gerecht wird und die massiv
gestiegenen Versicherungsprämien kompensieren könnte. Die Schieflage
wird zu einem reduzierten Angebot außerklinischer Geburtshilfe und
Beleggeburten führen. Dadurch wird zukünftig das Recht der Frauen auf
eine freie Wahl des Geburtsortes ausgehebelt", so die Präsidentin.
Verschärft wird diese Situation auch dadurch, dass zunehmend
wohnortnahe geburtshilfliche Abteilungen an Kliniken aus
Rentabilitätsgründen schließen. Dies könnte innerhalb weniger Jahre zu
einer Monopolstellung großer geburtshilflicher Versorgungszentren
führen. Auf dem freien Markt bewirken Monopolisierung und fehlende
Konkurrenz immer eine Reduzierung, bzw. Verschlechterung des
Leistungsangebotes. Dies befürchtet der Hebammenverband nun auch für
die geburtshilfliche Situation in den Krankenhäusern. Die Leidtragenden
sind die Mütter und Kinder mit ihren Familien, die dieser desolaten
Versorgungssituation ausgeliefert sind.
"Wir werden es nicht einfach so hinnehmen, dass Hebammen wegen der
drückenden Last der Haftpflichtprämien und der unzureichenden Anpassung
der Gebühren die Geburtshilfe aufgeben müssen", so Martina Klenk, die
Präsidentin des Hebammenverbandes. "Zumal die Erhöhung der
Haftpflichtprämie nicht durch einen Anstieg der Schadensfälle
verursacht worden ist, sondern durch massiv angestiegene Pflegekosten
der Geschädigten. Deshalb dürfen diese hohen Schadensaufwendungen auch
nicht den Hebammen aufgebürdet werden. Wenn es in dieser Angelegenheit
keine zeitnahe Korrektur gibt, wird die flächendeckende Versorgung
spätestens zum 1.7.2010 zusammenbrechen. Deshalb appellieren wir an die
Politik! Wenn sie ihrem Sicherstellungssauftrag nachzukommen will, muss
sie sich gemeinsam mit uns für eine rasche politische Lösung
einsetzen", so die Vorsitzende abschließend.
Pressemitteilung vom Deutschen Hebammenverband
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