Aktuelles

Liebe Leute,

unsere Kollegin Claudia Schwitalla hat zum 1. Juli 2010 unser geburtshilfliches Team verlassen müssen, da durch den extremen Anstieg der Berufshaftpflichtversicherung für außerklinische Geburtshilfe eine halbe Stelle nicht mehr finanzierbar ist. Sie wird uns weiterhin in unserem Kursprogramm unterstützen.

Zum Glück haben wir, zeitnah eine junge, motivierte Kollegin gefunden, die die außerklinische Geburtshilfe zu ihrem neuen Schwerpunkt machen möchte. Liesa Lengersdorf ist 30 Jahre alt und Mutter einer Tochter.


Es gibt viele Gründe mal wieder mit euch zu feiern:

  • es ist super Wetter
  • wir haben vor 3 Jahren das letzte Mal eine Sommerfest gemacht
  • wir wollen euch alle mal wieder sehen
  • wir sind am 05.07.2010 im Bereich Qualitätsmanagement zertifiziert worden
Deswegen freuen wir uns euch am 28. August 2010 zwischen 11:00 und 16:00 Uhr im Geburtshaus begrüßen zu dürfen. Solltet ihr keine persönliche Einladung erhalten haben, so kann das an unserer Adresskartei liegen. Ihr seid nätürlich trotzdem herzlich willkommen!
Wenn ihr zu unserem Fest etwas beitragen wollt, z.B. Kuchen oder Salatspenden für das Buffet, oder Auf- und Abbauhilfen oder mit Kinderaktionen, meldet euch gerne im Geburtshaus. Dort liegen auch Listen aus in die ihr euch eintragen könnt.

Das Erreichen der Zertifizierung ist für uns sehr wichtig, da die Krankenkassen die Erstattung der vollen Betriebskostenpauschale an ein erfolgreiche Zerfifizierung binden. Wir sind stolz diese für Hebammen oft untypisch, ehr trockene Arbeit neben unserer sonst so erfüllenden und lebendigen Hebammentätigkeit geschafft zu haben. Jetzt können wir auch mit diesem Zertifikat die Qualität unserer Arbeit unterstreichen.

Wir freuen uns auf euch
Herzlich das Geburtshaus Team


Neue Krabbelgruppe ab dem 3. Lebensmonat ab dem 02.09.2010

Wir wollen zusammen singen, spielen, lachen, plaudern und einfach Spaß haben.

Das Angebot richtet sich an Kinder, die nach März 2010 geboren wurden, und ihre Eltern.

Zur Anmeldung und bei Fragen wendet Euch bitte an Jana Walliser unter janabanani@web.de.

Kursleitung: Jana Walliser
Dauer: 5 Termine a 1h
Termine: Donnerstags 15.00-16.00 Uhr
Kosten: 15 € bitte telefonisch unter 0241/6 09 50 70 oder unter janabanani@web.de anmelden
Ort: Geburtshaus Aachen "Gut Lehmkülchen"

Müssen Frauen ab dem 1.7.2010 auf Hebammenhilfe verzichten?
Unbezahlbare Haftpflichtprämien bedrohen die Existenz des Hebammenberufes und die flächendeckende Versorgung der Gebärenden

Seit Monaten weist der Hebammenverband Krankenkassen und Politik darauf hin, dass durch die steigenden Haftpflichtprämien - bei stagnierenden Einnahmen - verstärkt freiberuflich tätige Hebammen aus der Geburtshilfe gedrängt werden.

War es früher selbstverständlich, dass eine Hebamme neben Vorsorge und Wochenbettbetreuung auch Geburten begleitet hat, so ist deren Anteil parallel zum Anstieg der Haftpflichtprämien drastisch gesunken. Von den freiberuflichen Hebammen sind gerade noch 23% mit Geburten als Beleghebamme im Geburtshaus oder zu Hause tätig, obwohl es einen anhaltenden Trend gibt, Stellen für angestellte Hebammen in Kliniken abzubauen und stattdessen ins Belegsystem umzuwandeln. Ab dem 1.7.2010 erreichen die Haftpflichtprämien der Hebammen eine Höhe, die befürchten lässt, dass die Versorgung der Frauen nicht mehr flächendeckend sichergestellt werden kann. Den massiven Prämiensteigerungen stehen Gebühren gegenüber, die ohnehin inakzeptabel niedrig sind. Für die Betreuung einer Geburt, inklusive acht Stunden vor der Geburt und drei Stunden danach, bekommt die Hebamme 237 Euro für eine Geburt im Krankenhaus, 445 Euro für eine Geburt im Geburtshaus und 537 Euro für eine Hausgeburt.

Bei einer Rundumbetreuung, mit Vorsorge, Kursen, Geburt, Wochenbett und Stillzeit betreut eine klinisch tätige Hebamme ca. 30 Frauen im Jahr, außerklinisch etwa 10 Frauen. Bei allen reichen nun die Einnahmen aus der Geburtshilfe gerade mal zur Deckung des neuen Versicherungsbeitrages von 3689 Euro. Auch ohne Geburtshilfe ist es um die Einkommen der freiberuflichen Hebammen nicht rosig bestellt. Für einen Hausbesuch im Wochenbett erhält die Hebamme 26,52 Euro. Nach Abzug aller Kosten bleiben davon durchschnittlich 7.50 Euro.

Durch diese Schieflage zwischen Einkommen und Ausgaben ist die Existenz vieler Hebammen akut gefährdet! Deshalb hatte der Deutsche Hebammenverband große Hoffnungen in die Verhandlungen mit den Krankenkassen über den "Ausgleich der Haftpflichtprämienerhöhung" gesetzt. Leider wurden diese Verhandlungen am 29. März 2010 für gescheitert erklärt. "Der Grund für das Scheitern", so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes, "sind die Spitzenverbände der Krankenkassen, die nicht bereit sind, die Vergütung für Hebammenleistungen auf ein Niveau anzuheben, das der hohen Verantwortung des Hebammenberufes gerecht wird und die massiv gestiegenen Versicherungsprämien kompensieren könnte. Die Schieflage wird zu einem reduzierten Angebot außerklinischer Geburtshilfe und Beleggeburten führen. Dadurch wird zukünftig das Recht der Frauen auf eine freie Wahl des Geburtsortes ausgehebelt", so die Präsidentin.

Verschärft wird diese Situation auch dadurch, dass zunehmend wohnortnahe geburtshilfliche Abteilungen an Kliniken aus Rentabilitätsgründen schließen. Dies könnte innerhalb weniger Jahre zu einer Monopolstellung großer geburtshilflicher Versorgungszentren führen. Auf dem freien Markt bewirken Monopolisierung und fehlende Konkurrenz immer eine Reduzierung, bzw. Verschlechterung des Leistungsangebotes. Dies befürchtet der Hebammenverband nun auch für die geburtshilfliche Situation in den Krankenhäusern. Die Leidtragenden sind die Mütter und Kinder mit ihren Familien, die dieser desolaten Versorgungssituation ausgeliefert sind.

"Wir werden es nicht einfach so hinnehmen, dass Hebammen wegen der drückenden Last der Haftpflichtprämien und der unzureichenden Anpassung der Gebühren die Geburtshilfe aufgeben müssen", so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes. "Zumal die Erhöhung der Haftpflichtprämie nicht durch einen Anstieg der Schadensfälle verursacht worden ist, sondern durch massiv angestiegene Pflegekosten der Geschädigten. Deshalb dürfen diese hohen Schadensaufwendungen auch nicht den Hebammen aufgebürdet werden. Wenn es in dieser Angelegenheit keine zeitnahe Korrektur gibt, wird die flächendeckende Versorgung spätestens zum 1.7.2010 zusammenbrechen. Deshalb appellieren wir an die Politik! Wenn sie ihrem Sicherstellungssauftrag nachzukommen will, muss sie sich gemeinsam mit uns für eine rasche politische Lösung einsetzen", so die Vorsitzende abschließend.

Pressemitteilung vom Deutschen Hebammenverband


Trägerwechsel

Bei der letzten Mitgliederversammlung des Geburtshauses Aachen e.V. wurde beschlossen, die Trägerschaft des Geburtshauses zum 1. April an die Hebammen-Partnerschaft Augustin, Emonts, Roentgen, Schwitalla zu übertragen.
Die Änderung der Trägerschaft wurde erforderlich, da im Rahmen des neuen Vertrages mit den Krankenkassen Vereine nicht mehr als Vertragspartner akzeptiert werden. Dieses hätte für das Geburtshaus bedeutet, dass keine Betriebskosten mehr von den Krankenkassen erstattet würden.
Wir, die Hebammen des geburtshilflichen Teams des Geburtshauses haben uns für eine Partnerschaft als neue Geschäftsform entschieden und diese Anfang des Jahres eintragen lassen. Die Überlegung , den Verein Geburtshaus Aachen e.V. als Förderverein weiter zu führen, konnten wir nicht umsetzen, da sich niemand gefunden hat, der die Organisation übernehmen wollte. Aus diesem Grunde wird der Verein Geburtshaus Aachen e.V. zum 31. März 2010 aufgelöst.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern für die langjährige Unterstützung, ohne die die erfolgreiche Entwicklung des Geburtshauses Aachen, vor allem in den Anfangsjahren, schwierig gewesen wären. Wir hoffen dass das Geburtshaus auch unter der neuen Trägerschaft weiterhin wächst und gedeiht und das auch in Zukunft viele Paare und Familien hier einen guten Start ins Familienleben haben.


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